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Aloe Life Magazin 05

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Wo es eine Quelle gibt,

Wo es eine Quelle gibt, da gibt es auch ein Vermächtnis Vermächtnisse beginnen im Kleinen. Lange bevor sie zu einem Denkmal für Selbstlosigkeit werden, sind sie Momente, in denen eine Handlung ein Problem lösen kann, wenn sie zu einer bestimmten Zeit unternommen wird. Wenn du in die Quelle des Mitgefühls eintauchst, dann findest du ein Meer an Möglichkeiten, um Leben zu verändern und um die Wende für eine ganze Gemeinde zu schaffen. Dorothy Wood hatte vielleicht die Vision von einer Nation frei von Krankheiten und mit einer uneingeschränkten Lebensmittelversorgung. Oder vielleicht tat sie einfach nur das, was sie schon immer getan hatte: Sie war zur Stelle, wenn ein Freund ihre Hilfe brauchte. Wie es auch gewesen sein mag, als Dorothy entschied, die Tiefe der tatsächlichen, aber auch sinnbildlichen Wasserquelle zu untersuchen, gab es nichts, nicht einmal eine unheilbare Krankheit, die sie davon abhalten konnte, Dinge in Gang zu setzen, die ein Vermächtnis für sie und ihre Familie darstellen würden. Zu ihrer Familie gehört unter anderem ihre Tochter Jayne Leach, die hilflos dabei zusehen musste, wie ihre Mutter zur Behandlung einer aggressiven Form von Hautkrebs ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Ärzte sagten der Familie von Anfang an, dass es nicht gut aussehe. Das sind Worte, die keiner gerne hören möchte. Worte, bei denen sich die meisten Menschen verständlicherweise darüber Gedanken machen, wie sie ihr eigenes verbleibendes Leben schöner gestalten können. DOROTHY STARB IM APRIL 2005. IM SEPTEMBER 2005 WAR JAYNE IN MALAWI UND SAH MIT EIGENEN AUGEN, WIE DER EINFACHE TRAUM IHRER MUTTER SOWIE IHR ENTSCHIEDENES HANDELN AM ANDEREN ENDE DER WELT VON IHREM BESCHEIDENEN KRANKENBETT AUS SICH MASSGEBLICH AUF DIE SITUATION VOR ORT AUSGEWIRKT HATTE. 16

Niemand hätte es Dorothy zum Vorwurf gemacht, wenn sie entschieden hätte ihr restliches Leben auf diese Weise zu gestalten, aber es war nicht ihre Art, Dinge nur für sich selbst zu tun. Und da gab es auch noch eine besondere Person, die während ihrer Zeit im Krankenhaus Tag für Tag an ihrer Seite war: eine Krankenschwester namens Otilia, die aus dem winzigen Binnenstaat Malawi in Südostafrika ins Vereinigte Königreich gekommen war. Otilia sprach immer wieder in herzzerreißendem Ton darüber, dass es kein sauberes Trinkwasser für in ihrer heimatlichen Gemeinde gab, sie erzählte von Kindern, die gezwungen waren, Wasser aus verschmutzten Flüssen zu trinken, und von der Cholera, die die Menschen im Dorf fest im Griff hatte. Das Dorf, sagt Otilia, brauche dringend eine neue Wasserquelle. Es würde das Leben der Menschen in Kanyenda beinahe über Nacht verändern, was für gewöhnlich passiert, wenn man die Grundbedürfnisse der Menschen deckt. Otilia und ihre Familie hatten bereits zwölf Jahre lang gespart, um das Projekt zu finanzieren. Die Kosten hierfür lagen bei 2.500 Pfund, um einen Brunnen zu bauen und weiteren 100 Pfund im Jahr, um den Brunnen in Stand zu halten. Als Dorothy das hörte, wusste sie, was ihre Mission war, und von ihrem Krankenbett aus fing sie direkt damit an. Mit Jayne, die ihre Mutter bei einer Teambesprechung für die Mission in Malawi vertrat, kam das Geld für einen Brunnen in weniger als einer Stunde zusammen. Und direkt vom Krankenbett aus begann sich die Erfolgsgeschichte des Vermächtnisses abzuzeichnen. Als Otilia von den Neuigkeiten hörte, war sie außer sich vor Freude. Als das Projekt langsam Gestalt annahm, begannen die Dorfbewohner Fotos von lachenden Kindern und dankbaren älteren Menschen ins Vereinte Königreich zu senden, wo Dorothy, Jayne und Otilia sehen konnten, welche emotionalen Auswirkungen ihre Vision hatte. Zum ersten Mal konnten die Dorfbewohner sauberes, frisches und eiskaltes Wasser trinken, direkt aus dem Stück Land, auf dem sie lebten. Sie mussten nicht mehr viele Kilometer gehen, nur um verschmutztes Flusswasser zu holen, von dem sie wussten, dass es sie krank machen würde. So gut waren die Aussichten auf ein gesünderes, glücklicheres Leben noch nie. Dorothy starb im April 2005. Im September 2005 war Jayne in Malawi und sah mit eigenen Augen, wie der einfache Traum ihrer Mutter sowie ihr entschiedenes Handeln am anderen Ende der Welt von ihrem bescheidenen Krankenbett aus sich maßgeblich auf die Situation vor Ort ausgewirkt hatte. Das war nicht das Letzte, was Jayne von dem Dorf sehen würde. Trotz des erbauten Brunnens war sie von der Not und den Problemen, die diese wunderbaren Dorfbewohner tagtäglich aushalten mussten, sehr betroffen. Und sie wusste, sie musste mehr tun, um der Vision ihrer Mutter gerecht zu werden. 2006 war es der Wiederaufbau einer maroden Schule und die Einführung eines Frühstücksplans für Schüler. Kinder, die einst auf dem nackten Boden saßen und im Dreck schreiben mussten, bekamen nun vernünftige Tische, Stühle und Tafeln. Das Krankenhaus, das auf einem von Jayne und ihrer Familie erworbenen Grundstück gebaut wurde, wurde 2013 eröffnet. Dort werden mittlerweile zwischen 100 und 150 Kinder und Erwachsene täglich behandelt. Sie erhalten dort notwendige Impfungen, um Kinder vor Malaria zu schützen. Wie das Krankenhaus benannt wurde? Natürlich, Dorothy’s Clinic. 17

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